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Das Konsekutivdolmetschen
Das Konsekutivdolmetschen ermöglicht direkt nach Beendigung einer Rede deren Transposition in eine andere Sprache. Während sich das Simultandolmetschen zeitgleich mit der Originalrede abspielt und genauso lange dauert, braucht man für das Konsekutivdolmetschen zusätzlichen Spielraum, dessen Umfang im Falle des sogenannten vollständigen Konsekutivdolmetschens zwischen 10 und 45 Minuten liegen kann.
Während der Redner spricht, macht sich der Dolmetscher Notizen und strukturiert seine Verdolmetschung, indem er gemäß der Kürzungsvereinbarung, die er vorab mit dem Sitzungspräsidenten vereinbart hat, an den richtigen Stellen kürzt (für gewöhnlich zwischen 1/5 und 1/2).
Sollte es mehr als zwei Arbeitssprachen geben, muss sowohl für Simultan- als auch für Konsekutivdolmetschen eine Einrichtung vorgesehen sein.
In diesem letzten Fall wird eine Sprache direkt im Saal und die anderen in den Kabinen gedolmetscht.
Obwohl es allgemein bekannt ist, dass durch das Konsekutivdolmetschen die Originalrede sehr oft viel deutlicher wiedergegeben wird (der Dolmetscher überspringt Stocken, Füllsätze und nicht beabsichtigte, unnötige Wiederholungen und kürzt Höflichkeitsformeln), sollte der Redner, der sich an ein Publikum wendet, für das gedolmetscht wird, darauf achten, seinen Vortrag so klar wie möglich zu strukturieren: die Qualität der gedolmetschten Rede kann unabhängig von der semantischen, lexikalischen und emotionalen Richtigkeit der Dolmetschung dadurch nur angehoben werden.