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Von den Gesetzen des Exports zur Terminiotik.
Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft und
der Märkte führt in allen Ländern unweigerlich dazu,
dass die Unternehmen ihre Produkte und Leistungen exportieren müssen.
Durch den internationalen Wettbewerb, der daraus resultiert, wird
die Kommunikation im Bereich der Werbung und der Technik - für
genau jene Produkte und Leistungen - im harten Kampf um Wettbewerbsfähigkeit
von grösster Bedeutung.
Die Wörter - d.h. die Faltblätter, die Handbücher,
die Werbebroschüren usw. - werden somit immer mehr zu einem
Bestandteil dieser Prokukte und Leistungen. Oft stellen sie sogar
die entscheidenden Unterscheidungsmerkmale dar.
Die gesicherte Qualität der Technolekte wird von Sprache zu
Sprache zur Grundvorraussetzung für die Eroberung aller Märkte.
Da die Erfordernisse des Marketing darüberhinaus dazu führen,
dass die kommerziellen und für die Werbung angefertigten Übersetzungen
immer technischer werden - und andersherum -, sind linguistische
Präzision und wirkungsvoller Stil nicht mehr voneinander trennbar
und werden zu unumgänglichen Faktoren.
Die Terminotik stellt das allesentscheidende Werkzeug
für die Produktion dieser Fülle von neuer kommerzieller
und mehrsprachiger Literatur auf notwendigerweise höchstem
Niveau dar. Entsprechend der Entwicklung der neuen Technologien,
die es ermöglicht haben, die Terminologie mit der Informatik
zu verknüpfen (was zur Entstehung der Terminotik geführt
hat), hat sich eine - man muss sagen - sehr kleine Elite von Übersetzungsunternehmen
herausgebildet, die in Netzwerke und verschiedene Terminologiesoftwareprogramme
inverstiert haben. Im Laufe der Jahre scheint sich das Trados System
als bevorzugtes System gegenüber den anderen durchgesetzt zu
haben.
Nach fast 10 Jahren seit der Einrichtung der ersten
Terminologieabteilungen hier nun ein kurzer Überblick über
die Hauptprobleme, denen sich die Unternehmen im allgemeinen gegenüber
sehen.
Zunächst einmal der Rahmen dieser Entwicklung. Drei Leitlinien
scheinen sich für die Marketingstrategien dieser Gruppe von
Unternehmen im Hinblick auf die Produktion von Totaler Qualität
auf dem Gebiet der Sprachendienste abzuzeichnen. Diese ist mittlerweile
zu einer Hauptforderung der Kunden geworden.
Die Multinationalisierung der Übersetzungsunternehmen oder
die Relokalisierung der Sprachen.
Jedes Übersetzungsunternehmen, das sich auf
dem internationalen Markt unter den Marktführern etablieren
will, muss im eigenen Interesse Multinational, Mehrsprachig
und MultimŽdial sein: Dies sind die sogenannten Unternehmen
der Drei M.
Multinationalität: Da die Sprache dort
produziert werden muss, wo sie gesprochen wird (die Qualität
von Geostil und Produktionskosten verpflichten!), ist es wichtig,
dass das Übersetzungsbüro über ein internationales
und gut ausgebautes Netz von Zweigstellen verfügt: Die Sprachen
müssen relokalisiert werden.
Mehrsprachigkeit: Die Produktion von kommerziellen
und Werbetexten wird in zunehmendem Masse mehrsprachig und erfordert
die Bildung spezifischer Technolekte unter Verwendung der modernsten
Übersetzungstechniken (vor Ort erstellte Terminologie und Übersetzungsspeicher:
Auch Geomarketing verpflichtet).
Multimedia: Es reicht nicht mehr aus, einfach
Texte zu produzieren, seien sie auch in noch so vielen Sprachen
verfasst oder relokalisiert; die Texte müssen auch formatiert
werden, um sie auf Papier drucken, auf CD speichern oder, beim Web-Publishing,
im Internet installieren zu können: Der Qualitätskontrollprozess
muss bis zur Phase der Druckvorstufe andauern, um die Konformität
von Text und Layout zu erreichen.
Angesichts der immer technischer werdenden mehrsprachigen
Dokumente hat sich der Einsatz linguistischen Engineerings auf ganz
natürliche oder in Wahrheit sehr künstliche Weise etabliert,
um den Übersetzungsprozess zu vereinfachen. So können
die Handbücher, Kataloge und anderen mehrsprachigen Broschüren
tatsächlich nicht mehr auf höchstem Niveau übersetzt
werden ohne den systematischen Einsatz der entsprechenden, gespeicherten
Terminologien.
In enger Zusammenarbeit mit den Kunden muss der Technolekt eines
jeden Unternehmens erarbeitet, weiterentwickelt und gesichert werden.
Daher können heute Übersetzer, die bei ihrer Arbeit über
Übersetzungsspeicher verfügen, sowohl für phraseologische
als auch terminologische Homogenität ihrer Texte garantieren,
was gleichbedeutend ist mit einem Zugewinn an Qualität und
gesteigerter Produktivität.
Trotz allem: Linguistisches Engineering. Und natürlich:
Professionalität.
Dennoch verschweigen wir nicht, dass die Einrichtung
und die Verwaltung einer Terminologieabteilung innerhalb eines Übersetzungsunternehmens
keine ganz einfache Sache ist.
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